Interview mit Sandra Sachs von Jugend am Werk

Wer bist du?

Ich heiße Sandra Sachs und bin seit 2016 Leiterin im Wohnverbund 1 Kinder – und Jugendwohngemeinschaften der Jugend am Werk Sozial:Raum GmbH. Als diplomierte Sozialpädagogin bin ich seit 25 Jahren tätig.

© Jugend am Werk

Welche aktuellen Entwicklungen in der Kinder- und Jugendhilfe beschäftigen dich gerade?

Eine Entwicklung, die mich als Leitung bereits jetzt mit Blick auf die Zukunft beschäftigt, ist der Sparkurs der Regierung. Schon für dieses Jahr steht nur ein sehr knapp bemessenes Budget zur Verfügung. Für die kommenden Jahre ist zudem ungewiss, ob die Finanzierung in ausreichendem Maß sichergestellt werden kann. Gleichzeitig steigt die Betreuungsintensität der Kinder und Jugendlichen. Einsparungen dürfen keine Einbußen in der Qualität der Betreuung bedeuten. Dies gilt es unbedingt zu vermeiden.

Teile einen eher ungekannten Insight über eure Organisation mit. 

Seit der Eröffnung unserer ersten Kinder- und Jugendwohngemeinschaft 2012 haben wir insgesamt 202 Kinder begleitet und betreut. Heute verfügen wir über sechs Standorte in ganz Wien, von denen der jüngste im Jahr 2019 eröffnet wurde.

Erzähle uns bitte von 1-3 wichtigen Projekten, die gerade in euerer Organisation laufen?

Wir haben vor Kurzem das Kinderschutzkonzept fertiggestellt. Die Bestellung einer Kinderschutzbeauftragten Person ist noch für das Jahr 2026 vorgesehen. Darüber hinaus planen wir derzeit die Übersiedlung einer unserer Wohngemeinschaften in ein neues Wohnobjekt, das den Kindern und Jugendlichen mehr Platz und bessere Entfaltungsmöglichkeiten bietet.

Warum bist du im Dachverband Wiener Kinder- und Jugendhilfe engagiert?

Was ich am Dachverband Wiener Kinder- und Jugendhilfe besonders schätze, sind der fachliche Austausch und die Synergien mit den anderen Trägern. Die im Dachverband gebündelte Fachexpertise unterstützt uns maßgeblich bei der Qualitätssicherung und Weiterentwicklung unserer Arbeit.